Entscheidungen beginnen vor dem ersten Schritt - Über Entscheidungsprozesse in Umbruchphasen – und welche Rolle Angst dabei spielt
In den letzten Jahren habe ich viele Menschen und Familien begleitet, die an einem Wendepunkt standen. Die äußeren Fragen waren oft schnell benannt: Wo wollen wir leben? Wie arbeiten wir? Was ist finanziell möglich? Wie organisieren wir das?Und trotzdem kam der Prozess als solches immer wieder ins Stocken.Ich erinnere mich an eine Familie, die inhaltlich sehr gut vorbereitet war. Zahlen lagen auf dem Tisch, Optionen waren geprüft, Gespräche geführt. Nach außen wirkte alles entschieden. Innerlich war es das nicht. Das zeigte sich, weil immer wieder Zweifel auftauchten, neue Fragestellungen, ein Zögern, das sich rational kaum erklären ließ.Was sich dort gezeigt hat, sehe ich bis heute immer wieder: Eine Entscheidung kann im Außen vorbereitet sein – und innerlich noch nicht getragen werden.