In den letzten Jahren habe ich viele Menschen und Familien begleitet, die an einem Wendepunkt standen. Die äußeren Fragen waren oft schnell benannt: Wo wollen wir leben? Wie arbeiten wir? Was ist finanziell möglich? Wie organisieren wir das?
Und trotzdem kam der Prozess als solches immer wieder ins Stocken.
Ich erinnere mich an eine Familie, die inhaltlich sehr gut vorbereitet war. Zahlen lagen auf dem Tisch, Optionen waren geprüft, Gespräche geführt. Nach außen wirkte alles entschieden. Innerlich war es das nicht. Das zeigte sich, weil immer wieder Zweifel auftauchten, neue Fragestellungen, ein Zögern, das sich rational kaum erklären ließ.
Was sich dort gezeigt hat, sehe ich bis heute immer wieder: Eine Entscheidung kann im Außen vorbereitet sein – und innerlich noch nicht getragen werden.
Woran merkt man das? Oft daran, dass trotz Klarheit im Kopf keine Entspannung eintritt. Dass Gespräche innerlich immer wieder neu geführt werden. Dass ein Schritt zwar gedacht, aber innerlich noch nicht klar und auch von Herzen mitgegangen ist.
Als Unternehmensberaterin habe ich natürlich gelernt, Strukturen, finanzielle Zusammenhänge und Machbarkeit zu betrachten. Als Coach und psychologische Beraterin weiß und erlebe ich seit Jahren, dass Entscheidungen erst dann stabil werden, wenn auch der innere Prozess abgeschlossen ist. Beides wirkt gleichzeitig. Und beides lässt sich nicht voneinander trennen.
Human Design geht davon aus, dass Entscheidungen nicht für alle Menschen gleich funktionieren. Manche brauchen Zeit, manche ein körperliches Signal, andere innere Klarheit im Austausch. Wenn diese innere Entscheidungsinstanz übergangen wird, bleibt oft etwas offen – selbst dann, wenn die Entscheidung längst getroffen scheint.
Kennst du das? Alles ist durchdacht, besprochen, vorbereitet – und trotzdem fühlt es sich nicht abgeschlossen an? Nicht wirklich falsch, aber auch nicht richtig stimmig?
In diesen Momenten taucht häufig Angst auf. Oft gar nicht so ganz klar oder hervorstechend, eher als innere Unruhe, als inneres Nachjustieren, als das Gefühl, dass Verantwortung näher rückt. Angst zeigt sich oft dort, wo ein Schritt real wird und nicht mehr nur eine Idee ist.
Was wäre, wenn diese Angst ein wichtiges Zeichen wäre? Wichtig als Teil des Entscheidungsprozesses? Ein Hinweis darauf, dass etwas innerlich noch integriert werden möchte? Wenn du magst, teile gern, woran du bei dir merkst (auch per PN), dass eine Entscheidung innerlich noch nicht abgeschlossen ist.
Von Herzen,
Ariane
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