Wir wachsen in Systemen auf, die uns beibringen, Sicherheit zu suchen. Sehr selten lernen wir, selbst Sicherheit zu erzeugen.
Ein großer Teil unseres Lebens wird von klein auf um Sicherheit herum aufgebaut:
Ein sicherer Beruf.
Ein sicheres Einkommen.
Ein sicherer Lebenslauf.
Sichere Entscheidungen.
Ein sicherer Weg, den möglichst viele vor uns schon gegangen sind.
Denn dann sind auch wir "richtig" und wenn wir "richtig" sind, sind wir sicher.
Schon früh lernen wir, Risiken sorgfältig zu vermeiden. Und Risiko heißt hier schon meist, du selbst zu sein.
Wir lernen Anpassung aber nicht, wir selbst zu sein. Wir lernen nicht, Sicherheit in uns selbst durch Erfahrung zu erzeugen. Denn sogenannte Sicherheit entsteht selten durch äußere Umstände. Sie entsteht durch die Fähigkeit, mit Unsicherheit umgehen zu können. Und das passiert, wenn wir Erfahrungen machen dürfen.
Und genau hier beginnen viele Begrenzungen, die später vielleicht kaum bewusst wahrgenommen werden:
> Jemand bleibt über Jahre in einem Beruf, obwohl längst keine Entwicklung mehr stattfindet, weil das monatliche Einkommen Sicherheit vermittelt.
> Jemand hat Ideen für ein eigenes Business, beginnt aber nie wirklich damit, weil der feste Rahmen des Bekannten stärker wirkt als die eigene Zukunft.
> Jemand bleibt in Lebenssituationen, Beziehungen oder alltäglichen Routinen, die längst keine Energie mehr geben, weil Veränderung automatisch als Gefahr bewertet wird.
Das Interessante eigentlich daran: Sicherheitsmechanismen sind ursprünglich sinnvoll. Unser Nervensystem ist darauf ausgelegt, Energie zu sparen, Risiken früh zu erkennen und bekannte Muster aufrechtzuerhalten.
Aus biologischer Sicht war genau das über Jahrtausende überlebenswichtig. Nur leben wir heute längst in einer Realität, in der Wachstum fast immer bedeutet, unbekannte Räume zu betreten. Trotzdem reagieren viele innere Systeme noch immer so, als würde jede größere Veränderung eine reale Bedrohung darstellen. Als müssten wir vor dem Tiger flüchten. Einfach, weil es in uns so groß aufgebaut wurde, dass Veränderung meist keine gute Nachricht ist.
Wiederum dadurch entsteht ein stiller Konflikt. Denn, der Wunsch nach Veränderung ist da. Die Wünsche sind da. Die Ideen sind da.
Die Zukunftsbilder sind da.
Aber gleichzeitig arbeitet im Hintergrund ein inneres System permanent daran, den bisherigen Zustand aufrechtzuerhalten.
Deshalb lohnt es sich, mal eine ganz andere Frage zu stellen: treffe ich meine aktuellen Entscheidungen wirklich aus Klarheit und innerer Verbundenheit heraus? Oder treffe ich sie vor allem aus dem Bedürfnis, vertraute Sicherheit aufrechtzuerhalten? Entstehen meine Zukunftspläne aus echten Möglichkeiten? Oder nur innerhalb der Grenzen dessen, was sich für mein bisheriges System sicher anfühlt? Und wie die Erwartungen (scheinbar) an mich sind.
Wie würde dein Leben aussehen, wenn Sicherheit plötzlich nicht mehr bedeutet, Bekanntes festzuhalten — sondern dir selbst zu vertrauen und neue Wege tragen zu können?
Schreib mir einfach, wenn du Lust hast mal gemeinsam auf die Frage zu schauen - wir schauen uns im "Raum der Möglichkeiten" um!
Von Herzen,
Ariane 💛
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