Prägung vs reale Möglichkeiten – und was passiert, wenn wir neue Wege gehen
Wenn jemand jahrelang erlebt hat, dass Geld knapp ist, entsteht unbewusst die Überzeugung, dass Wohlstand grundsätzlich schwer erreichbar ist.
Wer ständig hört, dass Geld verdienen hart ist oder das Arbeitsleben eben anstrengend sein muss, übernimmt solche Gedanken irgendwann ganz selbstverständlich.
Wenn jemand immer in einem Umfeld gelebt hat, in dem scheinbare Sicherheit wichtiger war als Freiheit, erscheint ein anderer Lebensweg irgendwann automatisch riskant oder unrealistisch.
Wenn über Jahrzehnte ein bestimmtes Selbstbild entstanden ist, wirkt plötzlich alles außerhalb dieses Bildes fast unerreichbar.
Das Interessante für mich daran: Die tatsächlichen Möglichkeiten des Lebens haben sich dadurch nie verändert. Nur der innere Rahmen, durch den wir sie betrachten.
Unser Blick auf Möglichkeiten entscheidet über Chancen.
Denn in dem Moment, in dem ein Mensch beginnt, bewusst anders zu handeln als bisher, passiert etwas: plötzlich tauchen Möglichkeiten auf, die vorher scheinbar gar nicht existiert haben:
Neue Menschen erscheinen.
Neue Ideen entstehen.
Neue Wege werden sichtbar.
Der eigene Blick beginnt sich zu verändern.
Und oft wird erst dann, manchmal erst viel später, sichtbar, wie klein der bisherige eigene Handlungsraum eigentlich war. Vielleicht erleben wir im Leben viel seltener die echten Grenzen dessen, was möglich ist. Vielleicht erleben wir stattdessen sehr konsequent die Grenzen unserer bisherigen Prägung.
Und vielleicht beginnt Veränderung genau dort, wo du bereit wirst, einen Gedanken zuzulassen, den dein bisheriges Leben für unmöglich gehalten hat.
Denn wer beginnt, neue Wege wirklich zu gehen, verändert oft weit mehr als einzelne Entscheidungen.
Mit jedem neuen Schritt entsteht ein neuer Blick auf das Leben.
Und manchmal liegt genau dort bereits eine Zukunft, die du aus deiner bisherigen Realität heraus noch gar nicht sehen konntest.
Welcher neue Schritt wartet bei dir vielleicht schon sehr lange?
Von Herzen,
Ariane
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