TEIL 1
Du kannst dein Leben verändern. Aber nur, wenn auch die Form entsteht, die dich wirklich trägt.
Das erste, was ich damals getan habe, als ich gespürt habe, dass ich mein Leben verändern will, war etwas sehr Einfaches:
Ich habe gemalt.
Ich habe ein Bild gemalt von dem Leben, das ich mir wünsche.
Von Freiheit.
Von Natur.
Von Familie.
Von Gemeinschaft.
Von einem anderen Alltag.
Von einem anderen Rhythmus.
Von einem Leben, das sich weiter, echter und stimmiger anfühlt als das, was ich bis dahin kannte.
Ich habe gemalt, wie ich es mir vorstellen konnte.
Und erst viel später habe ich verstanden, dass dieses Bild gar nicht vollständig aus mir selbst entstanden war.
Es war auch geprägt von dem, was ich gelesen hatte.
Von Ideen über Gemeinschaften, naturnahes Leben, gemeinsames Land, gemeinsame Kinderbetreuung, ein freieres Miteinander.
Es sah schön aus.
Es klang richtig.
Es hatte eine Sehnsucht in mir berührt.
Und dann kam irgendwann die Realität.
Jahre später waren wir tatsächlich in einer Gemeinschaft angekommen.
Und dort habe ich etwas sehr Wesentliches über Veränderung gelernt:
Ein schönes Bild reicht nicht.
Ein neuer Ort reicht nicht.
Und auch ein großer Wunsch reicht nicht.
Denn ich habe dort sehr deutlich gemerkt, dass das Bild, das ich damals gemalt hatte, gar nicht wirklich meinem inneren Wesen, meiner Energie und meiner tatsächlichen Lebensform entsprach.
Ich habe gemerkt, dass ich zwar Familie, Verbindung und ein bewusstes Leben liebe – dass ich aber genauso Raum brauche.
Klarheit.
Eigenständigkeit.
Fokus.
Zeit für mein Wirken.
Zeit für mein Business.
Zeit, um etwas aufzubauen, das wirtschaftlich trägt.
Und genau dieser Raum war dort innerlich und äußerlich kaum vorgesehen.
Mein Wunsch, ein sinnvolles und tragfähiges Einkommen aufzubauen, war für mich nie oberflächlich und nur ein Thema von Hauptsache "Geld verdienen".
Ich liebe, was ich tue.
Ich möchte arbeiten.
Ich möchte gestalten.
Ich möchte etwas aufbauen, das mich, meine Familie und unser Leben wirklich trägt.
Aber ich habe dort erlebt, dass genau dafür oft weder Verständnis noch Struktur da war.
Dass Arbeit zwar romantisch bejaht wurde, aber die Bedingungen dafür nicht wirklich mitgedacht wurden.
Dass Freiheit gewünscht war, aber die Form dafür nicht geschaffen wurde.
Und genau da wurde mir etwas sehr klar:
Veränderung gelingt nicht durch Sehnsucht allein. Sie gelingt durch Wahrheit.
Nicht durch das Bild, das wir schön finden.
Sondern durch das Leben, das zu unserem inneren Wesen, zu unserer Realität und zu unseren tatsächlichen Bedürfnissen passt.
Weiter in Teil 2 :-)
Alles Liebe,
Ariane
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