Warum die Residenza kein Muss ist – und trotzdem vieles verändert
..unser Beginn..
Als wir nach Italien kamen, haben wir uns bewusst Zeit gelassen. Unser erster Ort war Kalabrien. Fast ein Jahr haben wir dort gelebt, den Alltag kennengelernt, beobachtet, entdeckt. Mit der Zeit wurde klar, dass dieser Ort für uns nicht passt. Keine falsche Entscheidung die absehbar gewesen wäre, sondern ein wichtiger Schritt auf dem Weg.
Danach sind wir weitergezogen. Seit gut zweieinhalb Jahren leben wir nun in Apulien. Der Alltag, die Struktur, die Möglichkeiten, das Umfeld – vieles fühlt sich hier anders an und deutlich stimmiger.
Diese Erfahrung hat mir sehr klar gezeigt, wie sinnvoll es sein kann, große formale Entscheidungen nicht zu früh zu treffen.
Gerade beim Thema Residenza entsteht oft unnötiger Druck.
Nicht alle, die nach Apulien kommen, wollen sofort komplett aussteigen oder/und ihren Wohnsitz verlagern.
Viele beginnen schrittweise: mit längeren Aufenthalten, mit ortsunabhängiger Arbeit, Urlaubszeiten, Auszeiten, mit einer Immobilie, die zunächst als Ferienhaus genutzt wird, oder mit der Frage, welche Region überhaupt passt.
Für diesen Einstieg ist die Residenza nicht (zwingend) notwendig.
Ohne Residenza lassen sich in Apulien gut organisieren:
– ortsunabhängige Arbeit online
– Arbeiten remote für Unternehmen oder Kunden im Ausland als Freelancer
– Eigennutzung einer Immobilie
– längere Aufenthalte ohne feste Bindung
– verschiedene Regionen kennenlernen und vergleichen
– erste Ideen entwickeln und prüfen
Gerade in Apulien ist diese Phase hilfreich. Die Unterschiede zwischen Küste und Inland, Valle d’Itria und Salento, Dorf und Stadt sind deutlich spürbar – im Alltag, in der Infrastruktur und in den Möglichkeiten. Vor allem auch in den Jahreszeiten. Wer sich Zeit nimmt, trifft tragfähigere Entscheidungen.
Mit der Residenza verändern sich dann weitere Ebenen. Vor allem dann, wenn Projekte langfristiger werden oder konkret umgesetzt werden sollen.
In Apulien bzw überall in Italien spielt sie eine Rolle bei:
– langfristiger Immobiliennutzung/Kauf
– Renovierungen und baulichen Vorhaben
– Förderprogrammen, insbesondere im Bereich Sanierung und Tourismus
– touristischen Konzepten wie Casa Vacanze oder B&B
– unternehmerischer Tätigkeit vor Ort
– stärkerer Einbindung in lokale Strukturen
Gerade Apulien bietet verschiedene regionale und nationale Förderprogramme. Viele davon setzen bestimmte formale Voraussetzungen voraus. Nicht alle die Residenza aber einige. Wer diese Möglichkeiten nutzen möchte, profitiert davon, frühzeitig zu wissen, welche Schritte wann sinnvoll sind.
Die entscheidende Frage ist daher nicht, "ob" eine Residenza nötig ist, sondern "wann".
Erst Klarheit über
> Lebensform,
> Arbeit,
> Einkommen und
> Zeitmodell.
..dann Entscheidungen, die dazu passen.
Meine Erfahrung zeigt: Wer diesen Weg bewusst geht, spart Zeit, Geld und unnötige Umwege.
(Steuer- und sozialversicherungsrechtliche Aspekte sind dabei unabhängig vom Wohnsitz immer gesondert zu beachten!!)
Zum Schluss
Apulien bietet viele Wege zwischen Urlaub und dauerhaftem Leben. Die Residenza ist einer davon. Sie entfaltet ihre Wirkung dann, wenn sie zur eigenen Lebensplanung und zu den eigenen Vorhaben passt.
Wenn du deinen Weg für dich klar planen möchtest, begleite ich dich gern dabei.
Mit Klarheit, Wandel und Tragfähigkeit für dein Leben, deinen Weg – und, wenn es dazugehört, auch für dein Business: https://www.arianewilts.com/angebote
Zur Gruppe kommst du hier: https://www.facebook.com/groups/lebenundarbeiteninapulien/
Von Herzen,
Ariane
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